Von der Naturkunde zur Naturheilkunde |
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Wir reden vom „Gesundheitswesen“. Ohne Zweifel sind Gesundheit und Wiedergesundung das Ziel aller ärztlichen Bemühungen. Bei unserer täglichen Arbeit geht es aber vornehmlich um Krankheit, um ihre diagnostische Abklärung, um die Behandlung des kranken Menschen. Eigentlich müssten wir von einem „Krankheitswesen“ sprechen. Dann seit Jahren sehr aktuell die „Gesundheits-Reform“. Hier geht es jedoch nicht um eine Reform der Gesundheit, sondern um eine bessere Verteilung der zur Verfügung stehenden Gelder. Die Medizin ist zu technisch, zu tüchtig, zu teuer geworden. Das Geld reicht nicht mehr aus. Dem Bürger, dem Kranken ist das egal. Er pocht auf sein Anrecht, mit all dem bedient zu werden, was eine hochentwickelte, leistungsfähige Medizin heute anzubieten weiß. Er habe für seine Gesundheit im Voraus bezahlt; jetzt will er diese Gesundheit auch bekommen. Gesundheit ist zur käuflichen Ware geworden. Kaum einer wagt dem Kranken zu widersprechen – kein Arzt, kein Politiker. Der Arzt soll – das sei eben seine Aufgabe - den Kranken wieder gesund machen. Kann der Arzt das leisten? |